Gerade ältere Menschen sind gefährdet, an Depression zu erkranken. Hintergrund ist, dass man im Alter nicht mehr so beweglich ist und schnell ermüdet, mithin am allgemeinen Leben nicht mehr so aktiv teilnehmen kann. Wenn auch noch der Ehepartner vorverstirbt, ist der Einzelne viel am Tage alleine und nur mit sich beschäftigt. Hinzukommen die Angst vor dem Alter, der Hilflosigkeit und vor dem Schlimmer werden von Krankheiten.

 

In Altersheimen zeigen Untersuchungen von Bewohnern, dass immerhin 30 bis 40 % an einer Depression erkranken.

Es gibt aber auch ganz klare biologische Faktoren, die im Alter eine Depression befördern: So verringert sich zum Beispiel der Stoffwechsel im Körper, entsprechend nehmen auch die Botenstoffe Dopamin, Noradrenalin und Serotonin ab. Gerade das Serotonin aber ist wichtig. So beeinflusst es unmittelbar oder mittelbar fast alle Gehirnfunktionen. Zu den wichtigsten Funktionen des Serotonins zählen die Steuerung oder Beeinflussung der Wahrnehmung, des Schlafs, der Temperaturregulation, der Sensorik, der Schmerzempfindung und -verarbeitung, des Appetits, des Sexualverhaltens und der Hormonsekretion (Wikipedia, Fussnote 59: u.a. L. Descarries,: Morphology of central serotonin neurons. Brief review in: Annals of the New York Academy of Sciences. 600, 1990, S. 81–92). Für die Entstehung einer Depression im Alter gilt als Auslöser als sicher das Ungleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn.

Aber auch permanente Schmerzen führen zu depressiven Verstimmungen, was sich jeder gut vorstellen kann. Im Alter aber nehmen Schmerzen leider oft zu. Auch die Medikamente, die gegen Schmerzen eingenommen werden, bewirken als Nebenwirkung oftmals Depressionen.

Sollten Sie plötzlich keine Energie mehr haben, sich leer fühlen, der Appetit nachlassen und Schlafstörungen auftreten und zudem eine Niedergeschlagenheit sich einstellen, kann eine Depression vorliegen. Dann ist ein Gespräch mit Ihrem Arzt sinnvoll.

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