Bei jedem Mann zwischen 50 und 70 Jahren ist eine jährliche Routineuntersuchung vorzunehmen. Bei Vorerkrankungen in der Familie sogar bereits ab dem 45 Lebensjahr. Sprechen Sie hierzu Ihren Hausarzt oder Urologen an.

Jährlich erkranken in Deutschland knapp 60.000 Männer an Prostatakrebs.

Es gilt, je früher der Krebs erkannt wird, desto besser ist er heilbar. Immerhin betragen die Heilungschancen bei früher Erkennung fast 90%. Es empfiehlt sich deshalb, bei entsprechenden Voraussetzungen, den Tumormarker PSA einmal jährlich zu bestimmen und und zudem die Prostata über den Darm abtasten zu lassen.

 

Es ist ein Irrglaube, dass Probleme beim Wasserlassen ein Zeichen für eine Prostataerkrankung seien. Dieses Problem hat vielmehr die Mehrheit der älteren Herren und deutet nur auf eine gutartige Vergrößerung der Prostata hin.

Prostatakrebs entwickelt sich vielmehr Jahre lang ohne Schmerzen. Wenn sich Schmerzen abzeichnen, sind es meist Metastasen, welche dann  nicht mehr behandelbar sind.

Neben der Tastuntersuchung, bei der aber nicht alle Tumore gefunden werden können, sollten diese weiter im Inneren des Körpers angesiedelt sein, ist der sicherste Weg, die PSA-Blutuntersuchung. Diese allerdings wird nicht von den gesetzlichen Kassen übernommen und kostet ca. 25-40 EUR. Das aber sollte es Ihnen wert sein!

In der Broschüre des Bundesverbands Prostatakrebs Selbsthilfe e.V findet sich eine Liste, wie vor einer Untersuchung verfahren werden muss:

Was beim PSA-Test beachtet werden sollte

1. 48-Stunden-Regel

In den 48 Stunden vor der Blutentnahme für einen PSA-Test sollten Sie

nicht Rad gefahren oder geritten sein,
keinen Leistungssport betrieben haben,
sich nicht sexuell betätigt haben,
kein blutverdünnendes Medikament (z.B. Aspirin, Markumar) eingenommen haben

2. Erst-Blut-dann-Finger-Regel

Die Untersuchung beim Arzt sollte in dieser Reihenfolge geschehen:
erst die Blutentnahme für den PSA-Test,
dann die digitale rektale Untersuchung (DRU)!

3. Tageszeit-Regel

Die Blutentnahme sollte immer zur selben Tageszeit erfolgen, also z. B.
immer nur vormittags oder immer nur nachmittags.

4. Trink-Regel

Achten Sie darauf, am Tag vor der Blutabnahme und am Tag der Blutabnahme selbst etwa die für Sie normale Flüssigkeitsmenge zu sich zu nehmen.

5. Labor-Regel

Lassen Sie Ihren PSA-Wert immer vom selben Labor bestimmen. Es gibt Dutzende PSA-Messgeräte auf dem Markt, deren Ergebnisse um bis zu 20 % voneinander abweichen können.

Wenn ein erhöhter PSA-Wert gemessen wird, folgt eine Biopsie, um einen Krebs bestenfalls ausschließen zu können. Hier zeichnet sich erfreulicherweise gerade ab, dass die Biopsie in Zukunft durch eine zielgerichtete MRT-Aufnahme im Kernspin ersetzt werden kann. Dann kann mit 90%-iger Wahrscheinlichkeit gesagt werden, ob die erhöhten PSA-Werte auch Krebs ausgelöst haben.

Ansonsten schließt sich umgehend die Krebsbehandlung an.

BPS Beratungshotline

Nähere Informationen unter

BPS
www.prostatakrebs-beratung.de

Telefon 0180.5287574

Die gesamte Broschüre können Sie hier abrufen: http://www.prostatakrebs-bps.de/images/stories/pdf/frueherkennungsbroschuere.pdf, wissenschaftliche Leitung: Professsor Dr. Dr. h.c. Manfred Wirth, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, TU Dresden

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