Jeder 10. ab 65 Jahren und jeder Dritte ab 80 Jahren hat Alzheimer, von daher ist es zwingend, sich frühzeitig mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Alzheimer hat aber viele Facetten, von leichter Vergeßlichkeit bis zu einem schweren Grad an Alsheimer vergehen oft viele Jahre. Und Sie können etwas dagegen tun und so den Verlauf positiv beeinflußen. Lesen Sie hierzu auch gerne die anderen Artikel zum Thema auf ardea-ALBA.

An sich müssen ab dem 55. Lebensjahr die Hausärzte beim "35plus-Check" auch prüfen, ob das Gedächtnis betroffen ist. Gemacht wird dies bislang nicht. Dabei sind es vorab einfache Fragen:

Haben Sie das Gefühl, Ihr Gedächtnis läßt nach? Beunruhigt Sie das?

Wenn ja, ist es zwingend notwendig nachzuforschen, ob der Beginn einer Alzheimer-Erkrankung gegeben ist.

Es gibt die Möglichkeit, mit einem Biomarker im Liquor (Körperflüssigkeit) als Frühdiagnose Alzheimer feststellen zu können, weitere Erkenntnisse bringt ein MRT.

 

Kurz formuliert ist Alzheimer, wenn ein Botenstoff nicht mehr funktioniert und dadurch ide Zellerneuerung nicht mehr korrekt abläuft, stattdessen lagern sich Proteine zusammegeklummt im Gehirn ab, die so genannte Plaques. Eine bereits bestehende Alzheimer-Erkrankung im Anfangsstadiums kann sich kaum noch zurückdrehen lassen, aber auch hier kann der Grad der Erkrankung immerhin eingefroren werden. also werden Sie bei ersten Anzeichen selber aktiv!

Forscher, wie Herr Professor Dr. Sascha Weggen der Universität Düsseldorf oder Frau Professorin Dr. Agnes Flöel der Charite (unser 3. RSF-Info-Abend 6.11.2014) arbeiten in diesen Bereichen. Dort hat man herausgefunden, dass das Enzym Pin1, ein Prolyl-Isomerase-Enzym, für die Zellerneuerung als Botenstoff zwingend ist, dieses aber bei Alzheimer-Erkrankten reduziert ist. Noch weiß man nicht, wie man dem Körper dieses dauerhaft und für diesen nutzbar zuführen kann, aber ein erster Ansatz in der Forschung ist geschafft.

Weiter können die so genannten Plaques auch durch Entzündungshemmer aufgelöst werden, Ibupofen wäre dort ein Medikament, leider hat es in den dafür notwendigen Dosen zu hohe Nebenwirkungen. Aber gerade Herr Professor Dr. Weggen forscht an so genannten "GSMs", die solche Plaques auflösen helfen. Gerade läuft die zweite Erprobungsstudie mit Probanden.

Stand 2015

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