Fitness-Programm für einen gesunden Rücken

Rückenprobleme kennt fast Jeder...

 

Doch wie geht der Einzelne damit um? Oftmals verbringt der Einzelne viel Zeit bei Ärzten und auch Physiotherapeuten, ohne dass sich viel ändert. Irgendwann kommen die Schmerzen wieder und irgendwann werden diese chronisch.

Denn oftmals werden leider nur 6 X Physio und Fangopackungen verschrieben oder konservativ die schmerzenden Stellen „abgespritzt“, aber nur wenige Orthopäden nehmen sich ausreichend Zeit, um die vielfältigen Ursachen zu erforschen.

Beim 5. RSF-Info-Abend  hatten wir Professor Ingo Froböse der Sporthochschule Köln, Zentrum für Gesundheit und Bewegung, zum Thema Gesundheit und Fitness - Geschenk oder harter Arbeit? zu Besuch.

Für Herrn Professor Ingo Froböse ist die Ursachenerforschung zwingend, um dauerhaft schmerzfrei werden zu können.

 

Nur in Ausnahmefällen ist überhaupt eine Operation zwingend. Und eine weitere gute Nachricht: Die weitaus meisten Fälle sind vorübergehende Rückenschmerzen, denen man nicht mit Medikamenten und Ruhestellung begegnen sollte, sondern mit viel Bewegung!

 

 

Und da setzen vielfältige Übungen für den Alltag an. Wer 10.000 Schritte am Tag mit Professor Froböse geht, bekommt in der Regel keine Rückenschmerzen. Zudem ist es gut, mindestens 5 Etagen Treppen am Tag raufzulaufen. Das aber kann Jeder schaffen, indem er einmal eine Haltestelle früher aussteigt oder das Fahrrad nimmt. Das größte Übel unserer Gesellschaft sei das Auto, aber auch Fernbedienungen und Handys nehmen einem viel ab, so reduzieren sich die Schritte am Tag im schlimmsten Fall auf nur noch 500. Wenn daneben noch das ungezügelte, fette Essen kommt, stellen sich Unbeweglichkeit und Fettleibigkeit ein.

 

Einmal pro Stunde am Arbeitsplatz sollte Jeder aufstehen und sich bestenfalls auch noch strecken. Und putzen Sie ruhig einmal selber die Fenster oder greifen zum Staubsauger! Ihr Rücken dankt es Ihnen.

 

Dazu sollten Sie mindestens 2 X in der Woche Ausdauertraining von ca. 30 Minuten machen. Das klingt fürchterlich viel in Ihren Ohren? Ist es aber nicht! Gehen Sie zwei Mal in der Woche schnell spazieren/walken oder 2 X joggen oder fahren schneller Fahrrad oder gehen Sie schwimmen. Ändern Sie dabei öfter mal die Abläufe oder die Fahrradstrecke.

Das alles reicht schon als Ausdauertraining, besonders gut wäre, wenn Sie beim Joggen auch mal einen Sprint einlegen oder sich bücken, um mit der Hand den Boden kurz zu berühren. Die Muskeln sollen einmal am Tag brennen, zudem wird so das Gedächtnis trainiert und die Zellerneuerung befördert.

 

Gut ist zudem, wenn Sie zudem Herz-Kreislauf- Übungen machen. Dahinter versteckt sich nur, dass trainierte Menschen ihre Herzfrequenz und die gesamte Herzbelastung minimieren, d.h. sie benötigen weniger Herzschläge in der Minute, auf Jahre gerechnet hält Sie das länger fit.

Gut zu erreichen ist dieses laut Professor Froböse, wenn Sie Sport machen ohne zu schnaufen, beim Joggen sollten Sie optimaler Weise alle vier Schritte ein- und alle vier Schritte ausatmen!

Zudem sollte ein kleines Krafttraining Ihre Aktivität ergänzen. Folgende sechs Muskelgruppen sollten Sie bewegen:

Rücken, Schultern, Beine, Brust, Bizeps und Trizeps.

Hier empfiehlt Professor Froböse Kniebeugen, Bauchübungen, Rumpfheben für einen starken Rücken und Liegestütze sowie Armbeuge-Übungen.

 

Die Muskelanspannungen bewirken auch die Ankurbelung des Stoffwechsels!

Um den Stoffwechsel fit zu halten, machen Sie bloß keine Diät, vielmehr ernähren Sie sich umfassend und gesund, mit viel Eiweiß und vor allem sättigend, denn sonst kommt die Falle, dass der Körper aufgrund reduzierter Nahrungszuführung bei einer Diät in den Schonmodus fällt. Gerade das Frühstück und das Mittagessen sind hierbei am Wichtigsten als Energieträger.

Mehr Bewegung führt dazu, dass der Grundumsatz, also der Energieverbrauch, gesteigert wird. So wiederum nehmen Sie automatisch ab.

 

Und denken Sie auch an das Dehnen und Recken und Entspannen, denn dadurch wird der Lymphfluß positiv beeinflußt und alle Abfallstoffe aus dem Körper geschwemmt und abends werden so alle Muskeln entspannt, was zum allgemeinen Wohlbefinden für die Nacht führt.

 

Fazit:

Sie steigern Ihre Leistungsfähigkeit und dadurch wird Ihr Herzschlag reduziert, ein positiver Langzeiteffekt. Weiter werden durch Sport alle Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes und das Herzinfarktrisiko abgeschwächt. Weitaus wichtiger aber ist, dass Ihr Wohlbefinden sich steigert, Sie werden leistungsfähiger und die Zellerneuerung, gerade auch der Gehirnzellen, wird angehoben, denn bis ins hohe Alter ergibt erneuern sich unsere Zellen! Demenz wird vorgebeugt.

Wenn sie dann auch noch Ihre Ernährung anpassen, sind Sie bestens gewappnet in jedem Alter.

Hier folgt in Kürze noch ein Workout

 

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