Viele Kirchen werden heutzutage entwidmet, da Kirchengemeinden zusammengelegt werden.

Für diese Gebäude steht eine neue Nutzung an.

Neben Kulturbegegnungsstätten werden diese Gebäude vermehrt als so genannte Grabeskirchen genutzt.

Dort werden die Urnen in Stelen eingebaut, welche im Kirchenschiff verankert sind. Somit kommen die Trauernden in einem geschützten Raum zusammen, sie begegnen einander und sind in ihrer Trauer bestenfalls nicht allein.

Und ein weiterer, wichtiger Aspekt ist gegeben: Der Weg auf den dunklen Friedhof entfällt. Aufgrund der zuletzt zunehmenden Grabschändungen und Berichterstattungen über ausgeraubte Rentner, trauen sich viele Rentner/innen nicht alleine auf den Friedhof. Die Grabeskirche dagegen wird von vielen Menschen besucht und ist entsprechend ein sicherer Ort.

Negativ ist nur zu bewerten, dass genau vorgegeben ist, wie die Grabtafel auszusehen hat und Grabschmuck ist nicht erlaubt.

In einer Grabeskirche können sich konfessionell Gebundene und auch Konfessionslose bestatten lassen, da die Kirche gerade entwidmet wurde und keine Kirche mehr darstellt.

Oftmals werden in Grabeskirchen Veranstaltungen und auch Gottesdienste abgehalten und auf einmal zeigt sich, dass diese Veranstaltungen ankommen und die ehemaligen Gotteshäuser gut gefüllt sind.

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