Seniorengerechtes Wohnen

Viele Menschen möchten möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden wohnen. Sie möchten gerade nicht in betreutes Wohnen oder ein Pflegeheim umziehen und benötigen Ideen, wo sie Hilfestellung durch Dritte in der Betreuung erlangen können und wie sie eine Wohnung barrierefrei umbauen können.

Wo erhalten Sie Förderungen für einen Badezimmerumbau?

Vielfältig unterstützen Stadt, Land NRW und der Bund den barrierefreien Umbau für Vermieter aber auch für Mieter – nur gewußt wie. Hierfür hat der Ring deutscher Makler eine Studie veröffentlicht, die wir hier vorstellen.

Bestehende Bauten:

  • Umbau von Badezimmern/Wohnung:
  • ebenerdige Dusche,
  • Einreißen der Wände, um den Bewegungsradius zu vergrößern zum Beispiel für Rollstühle,
  • breitere Türen,
  • Entfernen von Schwellen,
  • Anbau Aufzug,
  • Unterfahrbare Herde, Arbeitsplatten, Waschtische,
  • Treppen rutschfest, Bodenbeläge rutschfest,
  • Ausleuchtung Flure, Räume,
  • Steckdosen auf Rollstuhlhöhe,
  • zusätzliche Haltegriffe im Bad,
  • kippbarer Spiegel,
  • standsichere Möbel,
  • Notrufschalter.

 

Ein Treppenlift dagegen ist nicht über einen solchen Zuschuss realisierbar, hier springt allenfalls die Pflegeversicherung ein. Und die beteiligt sich maximal mit einem Zuschuss von 2.557 EUR ein.

 

Städtische Unterstützung der Stadt Düsseldorf

Den Umbau zum barrierefreien Badezimmer unterstützt laut Wohnungsbauamt Düsseldorf die Stadt Düsseldorf mit einem Zuschuss von 20% der Gesamtkosten der Umbaumaßnahmen, maximal 12.000 EUR pro Wohnung.

Unterstützung vom Land NRW

Zinslose Kredite bis max. 15.000 EUR, Tilgung in den ersten zehn Jahren von 1 Prozent; nach 10 Jahren fällt ein Zins von 0,5 % p.a. an.

Das Besondere: Eine doppelte Förderung durch Land und Stadt ist möglich.

Fördermittel durch die KfW-Bank:

Dort wird ein Projekt „altersgerechter Umbau“ angeboten, ein Kredit von max. 50.000 EUR mit einem eff. Jahreszins von 1 % gibt es dort aktuell. Neben den reinen Baukosten werden auch Nebenkosten, wie die Planungs- und Beratungsleistungen hier finanziert. Die Fördermittel werden altersunabhängig an Eigentümer im selbstgenutzten Heim aber auch als Vermieter vergeben. Das ist wichtig, da Banken Kredite an über Siebzigjährige sonst nur eingeschränkt vergeben. Zudem kann dieser Kredit mit anderen Fördermöglichkeiten zur Energieeffizienz der KfW-Bank kombiniert werden. Es wird die Barrierefreiheit nach DIN-Norm 18040-2 aber auch nur den Umbau zur altersgerechtes Wohnung gefördert. Selbst Erweiterungen der Wohnfläche um max. 50m2 sowie Abstellflächen für Rollatoren oder ein behindertengerechter Parkplatz werden gefördert. Möbel aber werden nicht gefördert.

 

Seit 2014 kann Wohn-Riester-Förderung auch für barrierefreien Umbau genutzt werden. Dieses kann sogar mit einem KfW-Darlehen kombiniert werden, fragen Sie bei der KfW-Bank nach unter www.kfw.de.

 

Unterstützung von Mietern

Hier hilft das Wohnungsbauamt: Die Stadt Düsseldorf übernimmt die Kosten für einen Finanzierungsberater, ebenso für einen Architekten.

Hierbei muss mit dem Vermieter geklärt werden, welche Umbaumaßnahmen ausgeführt werden dürfen. Ist ein Rückbau möglich, so hat der Vermieter nur ein eingeschränktes Einspruchsrecht, wenn der Mieter ohne diese baulichen Maßnahmen dort nicht wohnen bleiben kann.

Wird ein Umzug notwendig in eine barrierefreie Wohnung, so kann das Umzugsmanagement der Stadt Düsseldorf in Anspruch nehmen.

 

Ansprechpartner beim Wohnungsbauamt

Frau Schwaderlapp

Brinkmannstr. 5 Düsseldorf

Montag bis Mittwoch 8.00 bis 12.30

Donnerstag 14.00 bis 18.00 Uhr

Tel. 0211. 8991

Zuletzt: Geltendmachung der Umbaumaßnahmen in der Einkommensteuererklärung

Als haushaltseigene Handwerkerleistungen können diese geltend gemacht werden. Allerdings werden nur 20% der Ausgaben, max. 1.200 EUR erstattet. Die Materialkosten bleiben außen vor, es dürfen nur Lohn-, Fahrt- und Maschinenkosten geltend gemacht werden.

Also strecken Sie die anstehenden Umbaumaßnahmen am Besten im Winter über Sylvester. Wichtig zudem: Zahlen Sie immer solche Rechnungen per Überweisung!

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